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Land und Leute

Die Fläche der Philippinen ist ca. 300.000 qkm groß und besteht aus insgesamt 7.107 Inseln, wovon ca. 2.000 bewohnt sind. Die sieben größten Inseln sind Luzon, Mindanao, Samar, Negros, Palawan, Panay und Mindoro. Die philippinischen Inseln werden in vier Gruppen unterteilt, Luzon, Mindanao, Visayas und Palawan.

Die Bevölkerungszahl der Philippinen beträgt ca. 90 Millionen, Tendenz steigend. Im Durchschnitt kommen auf eine Familie 6 Kinder. Die größten Städte sind Manila, Davao, Cebu, Iloilo und Zamboanga. Die Einwohnerzahl Metro Manilas wird auf mittlerweile über 10 Millionen geschätzt. Mehr als ein Drittel der Bevölkerung leben auf der Insel Luzon. Das Bevölkerungswachstum liegt bei 2,3%. Allmählich machen sich die verbesserte medizinische Versorgung und der langsame Geburtenrückgang in der Altersstruktur bemerkbar, doch noch immer liegt der Anteil der unter 15 Jährigen bei knapp 40%; über 65 Jahre alt sind nur ca. 3,5% der Bevölkerung.

Sprache: Es gibt viele einheimische Sprachen und Dialekte. Eine davon, das von den Tagalen auf Zentralluzon, Mindoro und Marinduque gesprochene Tagalog, wurde in Filipino umbenannt und zur Nationalsprache erklärt. Die evtl. wichtigsten anderen einheimischen Sprachen sind: Cebuano, Ilocano, Hiligaynon, Bicol, Waray Waray, Pampango und Pangasinan. Daneben dient Englisch landesweit als Geschäfts- und Verkehrssprache.

Arbeit und Einkommen: Während über die Hälfte des Nationaleinkommens in die Taschen von 20% der Filipinos fließt, leben mehr als 50% nach wie vor unter der Armutsgrenze. Die Arbeitslosigkeit liegt offiziell bei 11%, in Wirklichkeit jedoch wohl viel höher! Viele Philippinos gehen als Billigarbeiter ins Ausland. Zur Zeit leben etwa 8 Mio. philippinische Staatsangehörige außerhalb des Landes. Davon verdienen rund 3,5 Mio als Gastarbeiter ihr Geld.

Religion: Die 333-jährige Kolonialherrschaft der Spanier hatte vor allem eine gründliche Missionierung zur Folge - heute gehören rund 80% der Bevölkerung der römisch-katholischen Kirche an; nur etwa 3% sind Protestanten. Mit den Anhängern der Iglesia ni Kristo, der Aglipan-Church und Anderen bekennen sich rund 90% der Bevölkerung zum Christentum. Auf Mindanao und den Sulu-Inseln lebt der etwa 5% große muslimische Teil der Bevölkerung. Der Rest verteilt sich auf chinesische Buddhisten und die Gruppen, die noch ihrem Naturglauben treu geblieben sind.

Bildung: Mit einer Analphabetenrate von nur 6% haben die Philippiner ein hohes Bildungsniveau, allerdings mit einem beträchtlichen Stadt-Land-Gefälle. Generell folgt das Erziehungswesen dem US-amerikanischen Vorbild. Die Grundschulausbildung ab dem 7. Lebensjahr besteht aus Elementary und Secondary School, daran schließt sich die High School an. Eine bestandene Aufnahmeprüfung ist Voraussetzung für den Besuch kostenpflichtiger Hochschulen wie College oder University. Bedauerlicherweise kann trotz dieser recht guten Ausgangsbedingungen nur ein Viertel der Schulabgänger eine ihrem Bildungsstand entsprechende Arbeit finden.

Pflanzen und Tiere der Inselwelt weisen neben zahlreichen nur hier beheimateten Spezies, eine Fülle von Arten auf, die aus anderen Regionen stammen.

Wild und Nutzpflanzen: Seit Ankunft der Europäer sind die Wälder rapide geschwunden. Man schätzt, das heute nur noch 10% des ursprünglichen Urwaldbestands erhalten sind. Über 10000 Baum-, Busch- und Farnarten davon rund 7000 endemische, wachsen auf den Philippinen - von den Küstenmangroven bis zu Kiefern, Eichen und Rhododendren in fast 3000m Höhe. Allein im Dschungel wachsen dort, wo er noch intakt ist, nahezu 3000 Baumarten. Über 900 Orchideenarten krönen die bunte Welt der Blütenpflanzen. Viel genuzt wird Bambus der bis in kühle Bergregionen hinauf gedeiht.

Die höchsten Berge der Philippinen sind der Mount Apo (2.953m) auf Mindanao und Mount Pulag (2922m) auf Nord-Luzon. Der Mount Mayon im Südosten von Luzon gilt wegen seiner fast perfekten Kegelform als einer der schönsten Vulkane der Welt und der Mount Pinatubo nordwestlich von Manila als einer der Gefährlichsten.

Reiche Meeresfauna: Über 2000 Fischarten, mehr als 350 Korallen und Weichtiere sowie mindestens 5000 Molluskenarten bevölkern die philippinischen Meere. Diese Wunderwelt ist stark bedroht, nur noch etwa 5% der Korallenriffe des Archipels sind völlig intakt.

 

Alle Angaben ohne Gewähr.